Steinhauerpfad (Streifzug #8)

Länge: 6,2 km

Schwierigkeitsgrad: leicht

Startpunkt

Marktplatz Lindlar

Dr.-Meinerzhagen-Straße 10,
51789 Lindlar

Route ist ausgeschildert.
Route ist ein Rundweg.

Leben, Leiden und Denkmal der Steinhauer

Vor 390 Millionen Jahren, als das Bergische Land noch an der Küste eines tropischen Meeres lag, ist in Lindlar durch Sandablagerungen und hohen Druck ein Stein entstanden, der den Ort in den vergangenen Jahrhunderten weltweit bekannt gemacht hat. Bis heute wird die Lindlarer Grauwacke am Berg Brungerst abgebaut. Als Bodenplatten findet man den Stein in Dubai ebenso wie in einer Lounge des Frankfurter Flughafens oder hauchdünn geschnitten im Badezimmer der Yacht des russischen Milliardärs Roman Abramowitsch.

Der neu angelegte "Steinhauerpfad" führt auf den Spuren der Menschen, die den Stein seit Jahrhunderten gewinnen und weiterverarbeiten, aus der Lindlarer Ortsmitte hinauf zu den Steinbrüchen auf dem Brungerst. Dabei sind unterwegs historische Bauten und Denkmäler aus Grauwacke zu entdecken, die von der Kunstfertigkeit Lindlarer Steinmetze zeugen. Auf dem Berg bietet der Steinhauerpfad Einblicke in verlassene Steinbrüche vergangener Jahrhunderte und in heutige Steinbruchbetriebe. Außerdem wird der frühere Lindlarer Bahnhof vorgestellt, zu dem die Steine vom Brungerst über eine ausgeklügelte Bremsbahn transportiert worden sind.

Auf dem 6,2 Kilometer langen Rundweg erfährt der Wanderer nicht nur eine Menge über die Entstehung der Lindlarer Grauwacke, sondern auch über das Leben der Steinhauer, über die Gefahren der Arbeit im Steinbruch und die Gilde, in der sich die Arbeiter schon früh zu einer starken Gemeinschaft zusammengeschlossen haben.

Lindlar ist Etappenort des "Bergischen Panoramasteigs".

Wegbeschreibung

Der "Steinhauerpfad" führt als Rundwanderweg zu verschiedenen Steinbrüchen und verläuft dabei außerorts auf schmalen Pfaden und Wirtschaftswegen (auf festes Schuhwerk achten).Vom Marktplatz aus läuft man zunächst durch den Ortskern zum Park Plietz und hinauf zum ehemaligen Bahnhof. Nach Überquerung der Straße "Altenlinde" verlässt man jedoch die befahrenen Straßen und gelangt über schmale Pfade und Waldwege hinauf zu ehemaligen Steinbrüchen und noch laufenden Betrieben.

Eine Aussichtsplattform bietet Einblicke in einen aktiven Steinbruch und Ausblicke bis zum Kölner Dom. Hinter den Steinbrüchen führt der Weg über Wald- und Wirtschaftswege und kaum befahrene Straßen zum Friedhof und zurück in den Ortskern. Zu den Infotafeln E und F führen jeweils kurze Stichwege, bitte achten Sie hier besonders auf die Markierungen. Der "Steinhauerpfad" ist auch für Kinder sehr interessant, allerdings nicht für Kinderwagen geeignet.

Wegtyp: 6,2 Kilometer langer Rundwanderweg

Wegoberfläche: Außerorts wechseln schmale Pfade mit Wirtschaftswegen ab.

Anreise:

Anreise mit Auto: A4 bis Ausfahrt Untereschbach, dort rechts nach Lindlar. Im Ort an der zweiten Ampel links und gleich rechts auf den Marktplatz.

Anreise ÖPNV: Von Köln mit der Regionalbahn 25 bis Engelskirchen, mit dem Bus 332 bis Lindlar Busbahnhof (am Wochenende TaxiBus: Fahrtwunsch bis 60 min. vor Abfahrt anmelden unter Telefon 02261-911271).

Weitere Informationen

Downloads

Bilder

Steinbruch in Lindlar
Arbeiten früher im Steinbruch
Arbeiten heute im Steinbruch

(Bilder: Lindlar Touristik, Festschrift Steinhauergilde Lindlar 1706-1956, GA Lindlar, Laura Linck)