Energieweg (Streifzug #10)

Länge: 11,9 km

Schwierigkeitsgrad: mittel

Startpunkt

Wanderparkplatz Aggertalsperre

Parkplatz Ecke Hagener Straße/ Sperrmauer,
51674 Gummersbach

Route ist ausgeschildert.
Route ist ein Rundweg.

Eine Region voller Energie

Die Wasserkraft der Agger wird seit den 1920er Jahren zur Stromerzeugung genutzt, ein Windrad gab es schon 1890 in Gummersbach-Lantenbach, und der oberbergische Wald dient dem Menschen schon seit Jahrtausenden als Energielieferant.

Der 11,9 Kilometer lange "Energieweg" führt vom Wanderparkplatz an der Staumauer der Aggertalsperre durch den Wald bis hinauf in den Ort Lieberhausen. Das Dorf wird von einem zentralen Holzhackschnitzelheizwerk durch ein Nahwärmenetz mit Heizungswärme und Warmwasser versorgt. Unterwegs erfährt der Wanderer nicht nur Grundsätzliches über Energie und dass man diese streng genommen gar nicht "verbrauchen" kann, sondern entdeckt auch die Spuren früherer Niederwaldnutzung. In regelmäßigen Abständen wurde der Wald "auf den Stock" gesetzt, um so Brennholz und Rohmaterial für die Holzkohleerzeugung zu gewinnen. Anschließend schlugen die Wurzelstöcke der Bäume wieder aus.

Der Platz, auf dem noch bis vor gut hundert Jahren Holzkohle gewonnen wurde, liegt ebenso am Rand des Rundwegs wie ein Gehöft, für das Strom, Heizwärme und Warmwasser in einem eigenen Blockheizkraftwerk erzeugt werden. Von einem Aussichtspunkt aus lassen sich zwei 140 Meter hohe moderne Windkraftanlagen bei Gummersbach-Piene entdecken, bevor es durch das Tal der Rengse, die in die Aggertalsperre mündet, zurück zum Ausgangspunkt geht.

Zu Beginn oder am Ende der Wanderung lohnt ein Abstecher zum Fuß der Sperrmauer, um das gewaltige Bauwerk in seiner ganzen Größe zu erfassen (ein Weg führt an beiden Enden der Sperrmauer hinab zur Agger).

Besuchen Sie auch das Bergische Energiekompetenzzentrum :metabolon in Lindlar. Dort erfahren Sie viel über den ressourcenschonenden Umgang mit Abfall, über Umwelttechnik und regenerative Energien.

Gummersbach ist Etappenort des "Bergischen Panoramasteigs".

Wegbeschreibung

Der recht waldreiche "Energieweg" führt in Form einer Schlaufe von der Aggertalsperre nach Lieberhausen und zurück und verläuft dabei überwiegend auf forst- und landwirtschaftlichen Wegen. Von der Sperrmauer aus wandert man zunächst am östlichen Ufer der Talsperre entlang und schließlich über Waldwege hinauf nach Lieberhausen.

Auf Wirtschaftswegen, verkehrsarmen Straßen und Pfaden führt der "Energieweg" nun hinab zu den Ortschaften Rosenthal, Rosenthalseifen und Niederrengse. Von dort aus geht es an der Rengse entlang zur Aggertalsperre und weiter auf demselben Weg wie zu Beginn zurück zur Sperrmauer. Der Weg ist nicht für Kinderwagen geeignet.

Wegtyp: 11,9 Kilometer langer Rundwanderweg

Wegoberfläche: überwiegend forst- und landwirtschaftliche Wirtschaftswege

Anreise:

Anreise mit Auto: A4 bis Abfahrt Bergneustadt, Schnellstraße Richtung Bergneustadt, 1. Ausfahrt Richtung Gummersbach. Im Ort Richtung Meinerzhagen bis zur Staumauer, davor rechts auf Parkplatz.

Anreise mit ÖPNV: Linie 314

Für Kinder geeignet

Weitere Informationen

Downloads

Wegezeichen

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Bilder

die Aggertalsperre
Blick auf die Staumauer
die Bergische Sonnenbank
der Rengsearm der Aggertalsperre
die Bonte Kerke in Lieberhausen
die Bonte Kerke in Lieberhausen
Windflügel am Energieweg
Rengsetal
Blick auf die Talsperre

(Bilder: Dominik Ketz, Dominik Ketz, Das Bergische, Maren Pussak / Das Bergische, Maren Pussak / Das Bergische, Maren Pussak / Das Bergische, Maren Pussak / Das Bergische, Maren Pussak / Das Bergische, Maren Pussak / Das Bergische)