Foto: Das Bergische / Maren Pussak

Solingen, die "Klingenstadt"

Solingen ist international bekannt als "Klingenstadt". Einzigartig: Der Städtename ist zugleich Markenzeichen für Schneidwaren, Bestecke und solide Scheren, geschützt in Deutschland, Europa und vielen anderen Teilen der Welt. Bis heute ist die Großstadt mit rund 163.000 Einwohnern Zentrum der deutschen Schneidwaren- und Besteckindustrie, nirgendwo sonst ist die Zahl der Fachbetriebe so hoch. Doch hat sich die Wirtschaftsstruktur in den letzten Jahrzehnten gewandelt, andere Industriezweige kamen hinzu. So nimmt Solingen heute eine führende Rolle im Bereich der Oberflächenverarbeitung und Galvanotechnik ein.

Großstadt im Grünen

Dass Solingen eine alte Industriestadt ist, fällt nicht auf. Die Stadt ist grün, ihr Wohnwert hoch. Bereits 1374 gegründet, wurde sie 1929 durch die Eingemeindung der einst selbstständigen Städte Ohligs, Wald, Gräfrath, Höhscheid und Merscheid zur Großstadt. 1975 kam durch eine Gebietsreform Burg mit dem bekannten Schloss hoch über der Wupper hinzu. Ein historisches Stadtzentrum fehlt, statt dessen gibt es kleinstädtische Siedlungskerne und ländliche Hofschaften - mehr als 80 lassen sich bis heute zählen - auf Höhenzügen und in den Bachtälern, die entlang des Ausfallstraßen miteinander verwuchsen.

Dazwischen liegen Täler, die niemals völlig kultiviert wurden und heute als grüne Lungen das Stadtgebiet gliedern. Im Osten und Süden rahmen die bewaldeten und zerklüfteten Wupperberge die Stadt ein, nach Westen und zum Rhein hin abfallend schafft die rheinische Heideterrasse mit dem Naturschutzgebiet Ohligser Heide eine Begrenzung.

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Impressionen

Historischer Ortskern von Gräfrath